Weihnachten ist ein Gefühl

Das ist Weihnachten. Gedanken zum Fest der Liebe.

22.12.2016

Foto: Julia Pichler
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Weihnachten ist ein Gefühl. Ganz tief in uns schlummert diese Sehnsucht nach Ruhe und Frieden. Und für jeden ist Weihnachten anders definiert, mit Erinnerungen und Empfindungen verbunden. Für mich ist Weihnachten eine Zeit der Andacht und der Besinnlichkeit. Eine Zeit mit der Familie, in der bewusst das Miteinander zelebriert und gelebt wird.

Vorfreude. Das ist Weihnachten.

Jeden Sonntag eine Kerze am Adventkranz anzünden. Jeden Sonntag eine Stunde am Vormittag ruhen und etwas tun, das guttut. Lesen, Puzzle bauen, Spielen und Backen mit den Kindern, ein Kaffee mit FreundInnen. Und sich jeden Sonntag einstellen, auf die stille Zeit. Nachdenken, das Jahr Revue passieren lassen. Sich freuen an den guten Dingen, die passiert sind.

Miteinander. Das ist Weihnachten.

Mein Heilig Abend ist ein Ritual. Dieses Jahr ändert sich dieses erstmals grundlegend. Seit meine Großeltern verstorben sind, fällt ein Ritual weg. Wir haben sie am Vormittag des 24. immer besucht und gemeinsam den Christbaum geschmückt. Ich vermisse sie. Dafür gibt es heuer in unserem Haus ein neues Ritual. Mit meiner Familie wird im Haus musiziert, gesungen, Geschichten warten darauf erzählt zu werden, Tee wird die Runde machen. Diese gemeinsamen Stunden geben viel. Mehr als man glauben möchte. Und ich freue mich darauf wie ein kleines Kind.

Zufriedenheit. Das ist Weihnachten.

Meine Familie hat heuer erstmals beschlossen, dass jeder Erwachsene nur ein Geschenk bekommt. Wir haben also „gewichtelt“. Jeder schreibt seinen Namen auf einen Zettel und wirft ihn in ein Behältnis. Wenn alle Namen versammelt sind, zieht jeder wieder einen Zettel. Die Person, dessen Namen man zieht, ist dann der Wichtel den man beschenkt. So bekommt jeder ein Geschenk, muss selbst aber auch nur eines besorgen. Die Vorteile: Viel weniger Stress im Advent, viel mehr Zeit für das Miteinander und gleichzeitig spart man auch noch Geld. Wir werden heuer gemeinsam spenden. An Menschen, die nicht so viel Glück hatten wie wir.

Nächstenliebe. Das ist Weihnachten.

Nie vergessen, wie gut es uns geht. Wie begnadet wir sind. Auch mal an andere denken, denen es an allen mangelt. Menschen in Kriegsgebieten, Kinder ohne Perspektive, alleingelassen. Aber auch in unserem reichen Land gibt es viele Menschen, die nur das Notwendigste haben. Und es gibt viele Menschen, die alleine sind. Die sich einsam fühlen und keine Familie haben, die sie auffängt.

Weihnachten ist die Zeit der Liebe. Schenken wir sie unseren Mitmenschen.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch besinnliche, ruhige Feiertage mit euren Liebsten.

Wir lesen uns im nächsten Jahr wieder.

 

Mit den besten Kiwi-Grüßen
Sophie


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